Gartenfreude für Jung und Alt

Schnittkurs und Kinder-Ferienprogramm des Gartenbauvereins Wittibreut-Ulbering  – Alle hatten viel Freude

Wittibreut. Bei strahlendem Sommerwetter folgten heuer 20 Ferienkinder und ebenso viele Erwachsene der Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Wittibreut-Ulbering zum Sommerfest auf der Streuobstwiese von Monika Held in Pischlfing. Für die Kinder war ein kurzweiliges Ferienprogramm vorbereitet worden, die Erwachsenen nutzten parallel dazu die Gelegenheit, am Sommer-Schnittkurs teilzunehmen, der geleitet wurde vom Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Benedikt Held.
Die Ferienkinder lernten an einer Station, wie aus einem kleinen Steckling ein großer Baum werden kann, sie erfuhren viel über die verschiedenen Jahreszeiten und die Entwicklung der Äpfel an einen Baum und sie zeichneten auch selbst, wie ein Apfel innen aufgebaut ist. An einer weiteren Station wurden von den Kindern Flaschen bemalt – ihre persönlichen Flaschen, in denen später Apfelsaft zum Mitnehmen eingefüllt wurde. Auch mussten verschiedene Naturmaterialien, die es auf einer Streuobstwiese gibt, in geschlossenen Schachteln allein durch Ertasten bestimmt werden (die „Fühlstation“). Viel Spaß hatten die Kinder auch beim Gestalten von Apfelbaum-Gesichtern aus Ton und sie suchten sich auch jeweils einen Namen für ihr Apfelbaumgesicht und überlegten sich, worauf dieser „Wichtel“ in der Natur wohl aufpassen sollte. Schließlich wurden von den Kindern Äpfel auf der Streuobstwiese gesammelt, die dann später zum Pressen vorgesehen waren.
Die Erwachsenen nahmen gleichzeitig am Schnittkurs von Benedikt Held teil. Er wies zunächst darauf hin, dass der Sommerschnitt ebenso wichtig wie der Winterschnitt sei und zur Beruhigung eines Baumes beitrage. „Aber Vorsicht“, so Benedikt Held, „wenn man Früchte will, sollte man mit dem Schnitt sparsam vorgehen“, er betonte gleichzeitig, dass bei einem Schnitt niemals mehr als rund 20 Prozent der Ast-Masse eines Baumes weggenommen werden solle. Er ging auch auf eine ideale Anordnung der Gerüst-Äste ein und betonte, dass stets auf das optisch stabile Gleichgewicht des Baumes geachtet werden solle, auch solle man immer von oben nach unten schneiden. Richtig wäre auch, Licht und Luft in die Baumkrone zu bringen, starke senkrechte Wasser-Triebe gezielt zu entfernen, überkreuzende oder nach innen wachsende Äste herauszunehmen und Schnitte sauber und rissfrei auszuführen. Dabei gab Held wertvolle Hinweise zur richtigen Werkzeugauswahl, besonders hob er die Vorteile von Japansägen hervor, die durch ihren ziehenden Schnitt ein präzises und kraftsparendes Arbeiten ermöglichen.
Erwachsene und Kinder kamen dann wieder zusammen, und da alle durchaus Hunger verspürten, gab es schließlich Hotdogs mit Würstln vom Grill und Getränke. Ein besonderer Höhepunkt war dann für die Kinder noch das Pressen der gesammelten Äpfel, wobei sie auch wieder viel über die Vorzüge des naturreinen Apfelsaftes lernten. Zum Abschluss wurde der Saft dann in die von den Kindern vorher bemalten Flaschen gefüllt, die sie dann als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften. Da das Programm vor allem für die Kinder insgesamt sehr vielgestaltig und kurzweilig gestaltet war, hatten alle viel Freude an diesem Nachmittag, der nicht zuletzt auch für die Erwachsenen mit dem Schnittkurs viel Interessantes mit sich gebracht hatte.   -wh

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Jugendleiter und Interessierte treffen sich zur Fortbildung in Massing

Auf Einladung des Bezirksverbandes für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern trafen sich am 30. Mai 2026 Jugendleiterinnen und Jugendleiter sowie weitere Interessierte aus den niederbayerischen Kreisverbänden zu einer Fortbildungsveranstaltung im Freilichtmuseum Massing im Landkreis Rottal-Inn.

Nach der Begrüßung bei Kaffee und Brezen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer fachkundigen Führung interessante Einblicke in die historischen Formen des Gartenbaus und der Landwirtschaft. Dabei wurden die enge Verbindung von Gartenkultur, Selbstversorgung und bäuerlicher Lebensweise sowie deren Bedeutung für die heutige Bildungsarbeit anschaulich vermittelt. Ein besonderer Programmpunkt war der praktische Workshop zum traditionellen Buttern, bei dem die Teilnehmenden historische Arbeitsweisen selbst ausprobieren konnten.

Am Nachmittag, nach einem gemeinsamen Mittagessen, stand das Bezirksjugendvertretertreffen auf dem Programm. Dabei wurde zunächst über den aktuellen Stand der Jugendgruppen in den niederbayerischen Gartenbauvereinen berichtet. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Fördermöglichkeiten des Bezirksverbandes für die Jugendarbeit. Zudem informierten die Verantwortlichen über aktuelle Entwicklungen bei der Jugend der Bayerischen Gartenbauvereine (JBG).

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Erfahrungsaustausch der Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Dabei wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt, Herausforderungen diskutiert und neue Ideen für die zukünftige Jugendarbeit gesammelt. Auch erste Überlegungen und Vorschläge für die Jugendleiterfortbildung im Jahr 2027 wurden eingebracht.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden eine gelungene Mischung aus fachlicher Weiterbildung, praktischen Erfahrungen und intensivem Austausch. Der Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege Niederbayern dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in den Gartenbauvereinen. Alle 33 verfügbaren Plätze waren ausgebucht.

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